Kolberg - mondänes Strandleben & pure Natur

Unser erster Halt in Polen war Kolberg an der Polnischen Ostsee. Wir hatten schon viel von Bekannten über die Stadt gehört und freuten uns daher sehr auf eine frische Brise am Meer. 

Unseren Stellplatz hatten wir bereits im Vorhinein ausgesucht und wurden nicht enttäuscht. Der Campingplatz Baltic Camping liegt nur wenige Minuten vom Strand entfernt und bietet für nur 17 € am Tag jeden Komfort, den man sich wünscht.

Die Strände in und um Kolberg sind in der Tat atemberaubend. Nicht nur die Breite sondern auch die Naturbelassenheit unweit der Strandpromenade haben uns sehr gut gefallen. Mit dem Rad kann man wunderschön entlang des Meeres in Richtung Osten radeln. Wir hatten das Glück, dass bei unserer Tour der Nebel über die Küste schwappte. Ein mystisch schönes Erlebnis.

Doch die historische Stadt an der Ostsee ist nicht nur für seine Strände bekannt. Zum Einen machten die zahlreichen Solequellen Kolberg bekannt und zum Anderen die gotische Marienbasilika mit einem aus dem 14Jh. stammenden Taufbecken. Heute besuchen zahlreiche Deutsche den Kurort, aber auch viele Polnische Touristen beleben das Stadtbild. 

Uns hat die vielseitige Natur in der Umgebung allerdings mehr gefallen als die Stadt selbst. Die Anreise nach Kolberg erfolgt über sehr gut befahrbare Straßen, was sich noch im Laufe unserer Reise als nicht selbstverständlich erweisen wird. Nach unserem Aufenthalt in Kolberg ging es weiter nach Leba und den Wanderdünen. Die Fahrt dahin erwies als nicht unerheblicher Kraftakt auf Grund der desolaten Straßen.

Leba - eine Perle an der Polnischen Ostsee

Nach dem Trubel in Kolberg haben wir uns sehr auf Leba und die Wanderdünen gefreut und wurden nicht enttäuscht. Die Anreise via PKW von Kolberg aus dauert ca. 3-4 Stunden, je nachdem wie man den zahlreichen Schlaglöchern ausweichen mag.

Der Campingplatz Morski 21 wurde uns von Campern in Kolberg empfohlen und hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Sauber, offen, große Stellflächen, Wasser und Strom an jedem Platz und gut funktionierendes Wifi. Auf jeden Fall eine Empfehlung für gerade mal 15 € am Tag.

Leba selbst liegt unmittelbar am Meer und hat einen schönen alten Hafen mit vielen kleinen Fischkneipen. Wir haben uns für die einfachste Lokalität mit den meisten Einheimischen entschieden und wurden nicht enttäuscht. Leckerer Fisch direkt aus dem Räucherofen für kleines Geld - herrlich. Unter und den Highlights findet Ihr ein Bild des kleinen Standes direkt am Hafen.

Ansonsten liegt Leba jetzt in der Vorsaison noch etwas im Winterschlaf. Man merkt, dass man sich langsam auf die Sommersaison vorbereitet. Wir haben wenig Deutsche Touristen getroffen, vielmehr waren es Landsleute aus Polen, welche den Frühsommer am Meer genossen.​ Wir denken in der Hochsaison hat Leba noch einen ganz anderen Charme zu bieten. 

Das Highlight waren natürlich die Wanderdünen des Slowinski National Park. Wirklich beeindrucken, welches Naturschauspiel man hier live beobachten kann. Der Park kann entweder mit dem eigenen Rad, einem Mietrad, zu Fuß oder via kleiner Transferbusse besichtigt werden. Der Weg vom Eingang hin zu Dünen ist allerdings nicht gerade kurz, zu Fuß muss man schon 45-60 Minuten einplanen. Nachdem man die 40 Meter zur Spitze der Dünen erklommen hat, erwartet euch ein wundervoller Blick von den Dünen hinweg zum Meer.

Hafenstadt Danzig & die Marienburg in Malbork

Bernstein, farbenfrohe Häuser, buntes Treiben, historische Plätze und breite Sandstrände - Herzlich Willkommen in Danzig! Wir schlendern durch die Straßen und fühlen uns sofort wohl. Danzig, eine beeindruckende Stadt in der es sich aushalten lässt. Wir setzen uns auf eine Parkbank und beobachten das Treiben, die vielen Touristen und kleinen Verkaufsstände. Auch wenn im Krieg viele historische Bauten zerstört wurden, so merkt man dies auf den ersten Blick kaum - denn alles wurde wieder im Original aufgebaut und versprüht dadurch einen ganz besonderen Charme. Danzig gilt als Hauptstadt des Bernsteinhandels und in jeder Straße bieten die lokalen Händler die schönsten Schmuckstücke an. Es scheint die Sonne und der Bernstein leuchtet in den schönsten goldigen Farben. Weiter geht es zur Nikolaikirche, eine gotische Backsteinkirche, die etwas überladen erscheint - kaum ein Platz ohne Ornamente, Kreuze oder kirchlichen Bildern. Es gibt viel zu bestaunen, besonders die Orgel sticht prunkvoll hervor. 

Am Hafen liegen alte Handelsschiffe, welche heute als Touristenattraktion für Stadtrundfahrten auf den Wasserstraßen genutzt werden. Die Dluga Street ist umsäumt von herrlichen historischen Fassaden, die kleinen Restaurants vermitteln einen herzlichen Eindruck - einfach schön.

Auch die Strände um Danzig sind wunderschön und laden nach dem Stadtbummel zum verweilen ein. Wir haben Danzig als einzigartige Stadt kennengelernt und kommen bestimmt wieder. 

Nach einer Stunde Autofahrt, biegen wir in unsere Zielstraße ein und auf einmal steht sie da - die Marienburg. Wir sind auf der anderen Seite des Flusses Nogat und bestaunen von hier aus die Burg. Wirklich riesengroß und monumental steht sie da. Wir freuen uns schon auf die Besichtigung, gehen über die Fußgängerbrücke hinüber zur Burg. Kaum halten wir die Tickets in der Hand geht die Besichtigung mit dem Audioguide auch schon los. Die freundliche Stimme des Herren, der den Audioguide navigiert bringt uns zu allen wichtigen Punkten der Burg. Insgesamt 3 Stunden (wer will auch mehr) erkunden wir die Bernsteinaustellung, das Klosterleben, Ritterrüstungen und vieles mehr. Die Burg wurde Anfang der 70er Jahre im 13. Jhd. erbaut - seit dem ausgebaut, im Krieg zerstört und wieder aufgebaut. Die wechselhafte Geschichte macht dieses größte von Menschen erbaute Ziegelbauwerk zu einem absoluten Besuchertip für Polen. Beeindruckt aber auch ein wenig erschlagen von all den Informationen machen wir uns weiter auf unseren Weg auf die Masurische Seenplatte.  

Unsere Highlights...

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